Mittwoch, 25. Juli 2012


Duda News Montag, 23.07.2012

    Marcel Duda 

"Mindestlöhne und das bedingungslose Grundeinkommen gehören in einer 
gerechteren Gesellschaft zusammen."  

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    Marcel Duda via Nadin Bisewski

Ritalin gegen ADHS: 
Wo die wilden Kerle wohnten - FAZ.NET

Link: http://www.faz.net/-gpg-6xm25


 Von Christiane Hoffmann und Antje Schmelcher

ADHS-Mittel Ritalin - Kardiologen für mehr Blutdruck-Kontrollen 
© dpa

90 Prozent der 
ADHS-Diagnosen sind falsch

Jeder zehnte Junge in Deutschland ist krank. 

Zu wild und zu laut. Er testet ständig Grenzen. 

Er kann in der Schule nicht stillsitzen, 
ist ungeduldig, kann sich nicht konzentrieren, 
er wird wütend und aggressiv. 

Er stört. 

Er provoziert, obwohl er es nicht will, 
er fühlt sich missverstanden. 

Er bekommt schlechte Noten. 

Er ist schwierig und anstrengend für Eltern 
und Lehrer, so schwierig, dass er irgendwann 
beim Kinderarzt sitzt und die Diagnose bekommt: 
ADHS, das Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndrom. 

Dann ist der Junge nicht mehr schwierig, 
sondern krank.

Für ein schwieriges Kind gibt es Gründe: 
überforderte Eltern, eine kaputte Familie, 
unfähige Lehrer, zu viel Computerspiele 
und zu wenig Kletterbäume. 

Wenn ein schwieriges Kind für krank erklärt 
wird, braucht sich niemand verantwortlich zu 
fühlen: 

Krankheiten können genetisch veranlagt 
sein oder Schicksal oder beides. 

Keiner kann etwas dafür. 

Nicht der Junge, nicht Eltern, nicht Lehrer, 
nicht Umstände. 

Wer krank ist, bekommt Medizin. 

Eine Pille, die gesund macht. 

Für die wilden Jungs gibt es eine Pille, 
die sie still und aufmerksam macht: Ritalin.

Ein anstrengendes Kind

„Ohne Ritalin bin ich lustiger“, sagt Paul, 
„aber ohne Ritalin kann ich mit den anderen in 
meiner Klasse nicht mithalten.“ 

Seit fünf Jahren legt seine Mutter jeden Morgen 
die weiße Pille in eine kleine Schüssel neben 
sein Müsli. 

„Paul war ein anstrengendes Kind“, sagt sie. 

Sie trägt Tweed-Kostüm und Perlenkette. 

Sie stellt ihren Laptop auf den dunklen Holztisch 
im Wohnzimmer und präsentiert Pauls Krankengeschichte als Power-Point-Vortrag: 

Schulprobleme, Arztbesuche, ein paar 
routinierte Klicks. 

Pauls Mutter ist Werberin. 

Paul sitzt auf der anderen Seite des Tisches 
und isst ein Wiener Würstchen. 

Er hat zehn Stunden Schule hinter sich. 

Er ist jetzt 16. 
„Ich bin gern Kind“, sagt er.

Ritalin - das in Deutschland auch unter dem Handelsnamen Medikinet vertriebene Arzneimittel mit dem Wirkstoff Methylphenidat gehört zu den Amphetamin-ähnlichen Substanzen. Es unterliegt betäubungsmittelrechtlichen Vorschriften. © Lisowski, Philip

Eine einzelne 
Ritalin-Tablette

Ein Gedicht von Jacques Prévert

Robins Mutter hält Ritalin für ein Verbrechen 
an den Kindern. 

„Wenn ich meinem Kind ein Medikament gebe, 
damit es in der Schule besser wird, zeige ich 
ihm doch, dass ich es ändern will. 

Dann muss mein Sohn doch denken, dass ich 
ihn ohne Medikament nicht ertragen kann. 

Wo steht eigentlich geschrieben, dass ein Kind 
nicht anstrengend sein darf?“

Weil Robin kein Ritalin nimmt, schaffte er es 
nur mit größter Mühe auf ein Gymnasium. 

ADHS-Mittel Ritalin - Kardiologen für mehr Blutdruck-Kontrollen © dpa

Die meisten ADHS-
Patienten sind Jungen

Für seine Eltern war das gar nicht so wichtig, 
aber Robin sorgte sich: 

„Was soll aus mir werden?“ 

Mit seinen Freunden kann Robin sich jetzt kaum 
noch treffen, weil er für die Hausaufgaben 
meist lange braucht. 

Drei Nachhilfelehrer hat Robin schon vergrault. 

In der Schule ist er nicht mehr so auffällig. 

Jedenfalls fühlt sich die Lehrerin weniger 
provoziert, seit sie von der Diagnose weiß. 

„Robin hat einen starken Charakter, wie ich“, 
sagt seine Mutter. 

Sie ist Künstlerin. 

„Das kann man doch nicht einfach wegtherapieren.“

Sie findet ihren Sohn in einem Gedicht 
von Jacques Prévert:

„Mit dem Kopf sagt er nein.
Aber mit dem Herzen sagt er ja.
Er sagt ja zu allem was er mag.
Er sagt nein zum Lehrer.
Er steht da.
Er wird geprüft.
Und alle Aufgaben sind gestellt.
Plötzlich ergreift ihn ein irres Lachen.
Er wischt alles aus.
Die Ziffern und die Wörter.
Die Daten und die Namen.
Die Lehrsätze und die Fangfragen.
Und trotz der Drohungen des Lehrers.
Verspottet von den Wunderkindern.
Nimmt er alle bunten Kreiden.
Auf der schwarzen Unglückstafel.
Malt er das Gesicht des Glücks.“


Quelle: F.A.S.
Zitat des Adlers: 

Aus Gründen der Umfangreiche dieses Artikels 
kann ich nur Auszüge präsentieren.

Wenn ihr alles lesen wollt, dann könnt ihr das,
unter dem o.g. Link gerne tun.

Euer Adler.







    Marcel Duda via Florian Wilhelm
Asyl: FDP und Grüne wollen Arbeitserlaubnis 

Link:

Der Grüne Volker Beck erklärte: Flüchtlinge sind in ihren Menschenrechten zu respektieren. Deshalb sollte man endlich ihre Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt und beim Zugang zu Integrationskursen beseitigen.  Foto: Daniel Naupold Foto: dpa  
Foto: dpa Foto: Daniel Naupold 


Der Grüne Volker Beck erklärte: 

"Flüchtlinge sind in ihren Menschenrechten 
zu respektieren. 

Deshalb sollte man endlich ihre Diskriminierung 
auf dem Arbeitsmarkt und beim Zugang zu Integrationskursen beseitigen." 

Berlin -

Nach dem Karlsruher Urteil zu Leistungen für Asylbewerber fordern Politiker von FDP und 
Grünen eine generelle Arbeitserlaubnis für Asylsuchende.

Der Parlamentarische Geschäftsführer 
der Grünen, Volker Beck, erklärte am Sonntag: 

"Flüchtlinge sind in ihren Menschenrechten 
zu respektieren. 

Deshalb sollte man endlich ihre 
Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt und 
beim Zugang zu Integrationskursen beseitigen." 

Dies sei so überfällig wie die Garantie ihres Existenzminimums. 

Bayerns Innenminister Joachim Hermann (CSU) 
lehnte eine generelle Arbeitserlaubnis für 
Asylbewerber dagegen strikt ab.

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hatte 
am Mittwoch eine Angleichung der Leistungen für 
die etwa 130 000 Asylbewerber in Deutschland an 
die Hartz-IV-Sätze angemahnt. 

Dies gelte auch deswegen, weil Asylbewerber 
im ersten Jahr nach ihrer Ankunft nicht arbeiten 
dürfen und ihre Erwerbsmöglichkeiten in den Folgejahren eingeschränkt bleiben.

Der FDP-Innenexperte Hartfrid Wolff sagte dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel", in Zeiten des Fachkräftemangels und angesichts der Alterung 
der Gesellschaft sei die bisherige Regelung "
schlicht unverantwortlich". 

"Eine Arbeitserlaubnis für alle wäre 
menschenwürdiger und würde auch die 
Staatskasse entlasten", sagte Wolff. 

Die Union will laut "Spiegel"-Bericht an den 
geltenden Regeln nichts ändern.

Aus Sicht von Bayerns Innenminister Hermann 
verkennt diese Forderung jedoch die Realitäten. 

Die meisten Asylbewerber missbrauchten das 
Asylrecht oder hätten keine asylrelevanten Fluchtgründe vorzuweisen. 

"Eine generelle Arbeitserlaubnis für 
Asylbewerber würde nur weitere Anreize 
für illegale Zuwanderung und Asylmissbrauch 
schaffen. 

Wir dürfen diejenigen, die unser Asylrecht missbrauchen, nicht auch noch mit einer Arbeitserlaubnis belohnen", hieß es in einer 
Mitteilung des CSU-Politikers.

Die CDU-Politikerin und Integrationsbeauftragte 
der Bundesregierung, Maria Böhmer, setzt sich 
für eine Ausweitung der Bildungsmöglichkeiten 
für Flüchtlinge ein. 

"Menschen, die eine Aufenthaltserlaubnis aus humanitären Gründen haben, muss die Teilnahme 
am Deutsch- und Integrationskurs möglich sein", 
sagte Böhmer der Tageszeitung "Die Welt" (Montag). 

Vor allem für die Gruppe der Minderjährigen 
erwarte sie Verbesserungen.


    Marcel Duda empfiehlt  Studie:  
Reiche leben länger und 2 andere Seiten.
 
Studie: Reiche leben länger

www.zeit.de
Neue Studien belegen endgültig: 
Das Einkommen beeinflusst die Lebenserwartung. 
Reichtum garantiert Gesundheit und ein 
längeres Leben, Arme sterben dagegen früher.
Link:   

Studie Arme sterben früher

Neue Studien belegen endgültig: 

Reichtum garantiert Gesundheit 
und ein längeres Leben.

Die dunklen Haare hat er mit viel Pomade 
aus dem Gesicht gestriegelt wie ein 
Rummelboxer. 

Sonst aber passt der Mann irgendwie nicht 
in das Obdachlosenasyl in Mainz. 

Stefan Saarer* wirkt fremd zwischen den Männern, 
die oft nicht mehr riechen, dass sie riechen, 
und denen das Leben auf der Straße Filz ins Haar gewunden und Schrunden in die Haut getrieben hat. 

Er aber ist sauber gekleidet, redet gewandt, 
wirkt sportlich und gesund, abgesehen von der Erkältung, die ihn in den improvisierten Warteraum 
des Arztes Gerhard Trabert im katholischen Thaddäusheim führt.

Man sieht dem 45-Jährigen nicht an, dass er im vergangenen Jahr sieben Monate lang auf der 
Straße gelebt hat, »um den Kopf frei zu kriegen«, 
wie er sagt. 

Man sieht ihm auch nicht an, dass er bis 
vor zwei Jahren ein Software-Händler und Berater 
für Banken-IT in Frankfurt am Main war, mit 
zeitweise 150.000 Euro Jahresgehalt, einer Frau, 
zwei Söhnen, einem Haus am Stadtrand, in dem samstags ein Abendessen mit Freunden 150 Euro kosten konnte, ohne Wein. 

Saarer lacht ein wenig bedrückt, als er hört, 
warum man ihn ausfragt: 

Es geht um Verwerfungen im Leben, 
die arm und krank machen, die 
das Leben verkürzen können.

Denn, so ist das noch immer in diesem Land: 

Wer arm ist, stirbt früher, sogar viel früher. 

Zwischen dem reichsten und dem ärmsten Viertel 
der Bevölkerung besteht in der Lebenserwartung 
ein Unterschied von elf Jahren bei den Männern 
und acht Jahren bei den Frauen. 

Die Linksfraktion im Bundestag wollte an Daten 
der Deutschen Rentenversicherung sogar 
abgelesen haben, dass männliche Rentner 
der unteren Einkommensschichten früher sterben 
als noch vor zehn Jahren. 

Die Nachricht schlug Wellen: 

Alle leben immer länger – nur die armen Kerle 
wieder kürzer? 

Sprecher der Sozialministerin Ursula von der Leyen (CDU) beeilten sich zu versichern, da würde eine Statistik »falsch interpretiert«. 

Es gebe keine Anzeichen dafür, dass »der Trend 
zu einer höheren Lebenserwartung quer durch 
alle Einkommensgruppen gebrochen« wäre. 

Tatsächlich bezeichnete auch die 
Rentenversicherung einige Schlussfolgerungen 
der Abgeordneten als »Unsinn«. 

Die Linke benutzte das Material trotzdem, um Propaganda gegen die Rente mit 67 zu machen.
»Prekär Beschäftigte haben mehr gesundheitliche Beschwerden«

Doch weder langes Arbeiten noch bescheidene Einkommen sind für sich genommen riskant 
für Leib und Leben – sondern Zeiten der 

Diesen Zusammenhang wiesen Forscher des 
Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin nach. 

In ihrem Gesundheitsbericht für den Bund vom 
März schreiben sie: »Arbeitslose sind häufiger 
krank und sterben früher«, und 
»Prekär Beschäftigte haben mehr 
gesundheitliche Beschwerden«. 

Die psychische Gesundheit werde durch 
Jobverlust oder unsichere und schlecht dotierte Arbeitsverhältnisse »besonders beeinträchtigt«.

Ihre Auswertung umfangreicher Datensätze 
und Interviews hat ergeben: 

Je häufiger ein Mensch arbeitslos ist und je 
länger er es bleibt, desto höher steigt sein 
Risiko, schwer zu erkranken – an Depressionen, Stoffwechselleiden oder Herz-Kreislauf-Beschwerden beispielsweise. 

»Galt der Herzinfarkt in den 1960er Jahren noch 
als typische Managerkrankheit«, sagt der Soziologe Thomas Lampert vom RKI, »häuft er sich heute 
bei den Unterprivilegierten.«

Es kann schnell gehen, zu dieser Schicht 
zu gehören. 

Der ehemalige IT-Händler Stefan Saarer landete 
im Januar im Thaddäusheim. 

Er hatte nachts auf der Straße zu sehr gefroren. 

Es war die bislang letzte Station seines rasanten Abstiegs. 

2009, in der Bankenkrise, hatte Saarer seinen Führungsjob im Vertrieb eines amerikanischen Anbieters für Banken-Software verloren. 

Er klagte dagegen, meldete sich bei der 
Arbeitsagentur und machte sich dann mit 
drei Kollegen selbstständig. 

Sie entwickelten Verifizierungsprogramme für 
den Online-Aktienhandel von Banken, bis ihr 
Investor, der die Deals absichern sollte, pleiteging.

Saarer sitzt jetzt auf 150.000 Euro Schulden, 
wenig für die Millionen, um die es ging, aber zu 
viel für seine Ehe. 

Sie hielt dem Druck nicht stand, obwohl 
seine Frau einen Job hat und das gemeinsame 
Haus abgesichert war. 

Auch der Freundeskreis des Workaholics 
erwies sich als überfordert. 

Nach einer Odyssee auf Gästecouches 
ließ sich Saarer fallen und begann 
zu vagabundieren. 

Er wollte raus, weg, abtauchen, 
für nichts verantwortlich sein. 

»Alle können mich mal.« 

So dachte er damals.
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Sind Arme selbst schuld an ihrem Schicksal?
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